Arbeits­markt in der Region Freiburg kommt in Schwung

Im März 2016 hat sich die Arbeits­lo­sig­keit im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg erneut verrin­gert. In der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwar­z­­wald und Emmen­dingen waren 14.742 Frauen und Männer arbeitslos regis­triert, 314 weniger als im Vormonat. Die Arbeits­lo­sen­quote sank von 4,3 Prozent im Februar auf jetzt 4,2 Prozent. Die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit liegt unver­än­dert bei 2,3 Prozent. Für die kommenden Monaten rechnet die Arbeits­ver­wal­tung mit weiter sinkenden Arbeits­lo­sen­zahlen.
Der Frühjahrs­auf­schwung ist im März etwas schwä­cher ausge­fallen als im Vorjahr. „Ich sehe darin noch kein negatives Zeichen. Die milde Witte­rung in den vergan­genen Monaten hat einen Teil der üblichen Winter­ar­beits­lo­sig­keit erst gar nicht entstehen lassen. Entspre­chend fällt jetzt auch die Frühjahrs­be­le­bung geringer aus”, sagt der Vorsit­zende der Geschäfts­füh­rung der Agentur für Arbeit Freiburg Chris­tian Ramm.
Aller­dings gebe es auch keine Hinweise für einen neuer­li­chen Schub am Arbeits­markt. Die Risiken für die Konjunktur seien wegen der Schwäche in China und der Krisen in Nahost und der Ukraine größer als die Chancen. Dazu passe, dass im Bezirk verein­zelt Betriebe struk­tu­relle Verän­de­rungen angekün­digt hätten mit mögli­chen Folgen für die Arbeits­plätze dort. „Das spiegelt sich bislang ebenso wenig in den Zahlen wieder wie die Asylbe­werber, deren Arbeits­los­mel­dungen sich bislang noch in Grenzen halten. Insoweit ist der Ausblick etwas einge­trübt. Aber über die anhal­tend gute Arbeits­kräf­te­nach­frage freue ich mich”, so Ramm. Im März wurden 19 Prozent mehr Stellen gemeldet als im Vorjahr. Dieselbe Steige­rung gilt für das gesamte erste Quartal.

Dynamik am Arbeits­markt

Im März meldeten sich 3.369 Personen neu oder erneut arbeitslos. Im gleichen Zeitraum beendeten 3.679 Menschen ihre Arbeits­lo­sig­keit. Per Saldo gab es 314 Arbeits­lose weniger als im Februar.

Struktur der Arbeits­losen

Auf Sicht von einem Jahr hat sich mit Ausnahme bei den Schwer­be­hin­derten die Zahl der Arbeits­losen bei allen Zielgruppen weiter erhöht. Nach Rechts­kreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 5.933 Arbeits­lose (Anteil 40,2 Prozent), +40 (+0,7 Prozent); SGB II Grund­si­che­rung für Arbeits­su­chende: 8.809 Arbeits­lose (Anteil 59,8 Prozent), +211 (+2,5 Prozent).

Arbeits­kräf­te­nach­frage

Der Arbeit­geber-Service akqui­rierte im Berichts­monat 1.464 ungeför­derte offene Stellen. Das entspricht gegen­über dem Vorjah­res­monat einem Zuwachs um 254 oder 21 Prozent. Den größten Bedarf nach Branchen meldeten: Unter­neh­mens­nahe Dienst­leis­tungen (396 Stellen), darunter Zeitar­beit (339), Gesun­d­heits- und Sozial­wesen (237), Verar­bei­tendes Gewerbe (169), Handel (164), Öffent­liche Verwal­tung (118), Gastge­werbe (100). Ende März lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 4.808 Aufträge zur Stellen­be­set­zung vor.

Entwick­lung nach Regionen

Die Zahl der Arbeits­losen hat sich in allen Regionen des Agentur­be­zirks verrin­gert. Nach Kreisen ergibt sich folgendes Bild: Freiburg Stadt: 7.030 Arbeits­lose (-101), 6,0 Prozent (-0,1), Breisgau-Hochschwar­z­­wald: 4.817 Arbeits­lose (-59), 3,4 Prozent (-0,1) und Landkreis Emmen­dingen: 2.895 Arbeits­lose (-154), 3,2 Prozent (-0,1)

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