Das Lolex-Messer aus Schwe­den­stahl

Die Freiburger Indus­trie­schlei­ferei Cutec ist ins Küchen­mess­erge­schäft einge­stiegen. Und wie! Unter dem Marken­namen Lolex produ­ziert Inhaber Gerhard Hinger nun wahre Luxus­schneid­werkzeuge

Satte 833 Euro für ein Küchen­messer – bei diesem Preis muss das gute Stück mit dem Marken­namen Lolex schon etwas Beson­deres zu bieten haben. Und das habe es auch, sagt zumin­dest Gerhard Hinger, der mit seiner Firma Cutec im Freiburger Gewer­be­ge­biet Haid das Messer in den vergangen zwei Jahren ersonnen, bis zur Produk­ti­ons­reife entwi­ckelt und nun in die Vermark­tung genommen hat. Außer­ge­wöhn­lich ist am Lolex-Küchen­­messer so einiges – das Material, die Form, der Schliff, die Verpa­ckung und der unter­neh­me­ri­sche Hinter­grund.

Luxus­schnei­de­werk­zeug als zweites Stand­bein

Eigent­lich ist die Firma Cutec in der Gündlinger Straße 14, die acht Vollzeit­mit­ar­bei­tern und dazu eine Hand voll Aushilfen beschäf­tigt, ein klassi­scher B2B-Betrieb, macht also tradi­tio­nel­ler­weise Geschäfte mit anderen Unter­nehmen, nicht mit Endver­brau­chern. Ursprüng­lich 1949 als Werkzeug­schlei­ferei Schüler gegründet, wurden und werden dort im Auftrag unter anderem Sägeblätter, Fräsköpfe, Indus­trie­messer aller Art wieder scharf gemacht. Im Jahr 2009 übernahm der aus Horb am Neckar stammende Maschi­nen­bau­tech­niker Gerhard Hinger den Betrieb und gab ihm seinen heutigen Namen.

„Für die Bestän­dig­keit der Klinge geben wir 25 Jahre Garantie“

Gerhard Hinger, Cutec-Geschäfts­­­führer

„Dann wollten wir neben unseren Dienst­lei­tungen ein zweites Stand­bein in Form eines eigenen Produkts in Waren­form aufbauen“, erinnert sich der 50-Jährige. Zusammen mit seiner Frau Carmen Hinger, Psycho­login und Werbe­kauf­frau, und dem Mitar­bei­ter­team kam man auf die Idee mit den Messern. „Wir hatten für einen Kunden einen schwe­di­schen Spezi­al­stahl gefunden, mit dem die Messer in seinen Maschinen wesent­lich länger störungs­frei liefen“, so der Unter­nehmer. Gemeinsam mit einem erfah­renen Messer­schmied konzi­pierten die Hingers dann aus dem gesin­terten, also quasi gebackenen, Pulver­stahl das Lolex-Messer. „Für die Bestän­dig­keit der Klinge geben wir 25 Jahre Garantie“, so Gerhard Hinger.

Produkt für Profis und ambitio­nierte Amateure

Cutec positio­niert das Lolex-Messer, das in einer edlen Holzbox verkauft wird, als funktio­nales Kochwerk­zeug für Profi­köche und ambitio­nierte Amateure. „Es gibt durchaus einen dynami­schen Markt für solche hochwer­tigen und hochprei­sigen Messer“, sagt der Unter­nehmer. Im Vorjahr, noch bevor die syste­ma­ti­sche Vermark­tung begonnen hat, habe man schon 80 Stück verkauft. „Wir können hier aber bis zu 500 Stück pro Jahr herstellen.“

Die eckige Form des Lolex-Messer fällt auf, ebenso der kantige Griff aus verschie­denen europäi­schen Hölzern. „Wir haben nach dem Prinzip, dass die Form der Funktion folgen soll, gearbeitet“, erklärt Hinger. Und eine gewisse indus­tri­elle Anmutung passe auch gut zum Firmen­image. Mehr Infos zu den Lolex-Messern gibt es unter www.lolex-knives.com.

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