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„DeinBus.de” sieht weiteres Poten­zial in Freiburg

„Freiburg ist der Fernbus­standort schlechthin“, sagt Chris­tian Janisch, der 2009 das Unter­nehmen „DeinBus.de“ mitge­gründet hat. Der 31-Jährige ist mit Fug und Recht Branchen­kenner zu nennen, war doch „DeinBus.de“ absoluter Pionier auf dem Markt für regel­mäßig Fernver­bin­dungen mit dem Reisebus durch Deutschland.
Die Deutsche Bahn hätte das Ganze damals am liebsten schon im Keim juris­tisch erstickt. Heute ist das Fernbus­wesen ein dynami­sches Geschäft – und Freiburg kann sich eventuell auf einen weiteren Ausbau des Angebots freuen.

14 Busse, 30 Mitar­beiter, 80 Jobs

„Wir haben mittler­weile 14 Busse im Einsatz und beschäf­tigen 30 Mitar­beiter”, erklärt Chris­tian Janisch. Hinzu kämen noch schät­zungs­weise 70 bis 80 Jobs bei den Busun­ter­nehmen, mit denen man koope­riere. Der Unter­nehmer, der wie die beiden anderen Firmen­gründer Alexander Kuhr und Ingo Mayr-Knoch Anteile an „DeinBus.de” hält, wirkt salopp und ginge problemlos noch als Student durch – wobei sein Studium der Kultur­wis­sen­schaften, evange­li­schen Theologie und Betriebs­wirt­schafts­lehre mittler­weile doch schon einige Jahre zurückliegt.
Mit großer Begeis­te­rung spricht Janisch von seiner Arbeit – und darüber, welch großen Anklang die Fernbus­idee in Freiburg findet. Gestern war er in der Stadt, weil „DeinBus.de” einen weiteren Bus in Betrieb genommen hat – auf der Linie an die Mosel. Kehl, Saarbrü­cken und Trier sind die Desti­na­tionen, die entlang der neuen Verbin­dung angefahren werden. Zu Umsätzen und Fahrgast­zahlen ist Janisch indes nicht so auskunfts­freudig. „Wir trans­por­tieren viele tausend Gäste pro Monat”, sagt er nur. Genauer wolle er sich nicht äußern, denn dieses Wissen könne den Mitbe­wer­bern Vorteile bringen. Und die Mitbe­werber sind inzwi­schen zahlreich – dazu gehören unter anderem die grünen Busse von „MeinFernbus.de”, mitmi­schen wollen auch der ADAC und die Deutsche Post, ebenso Aldi sowie der briti­sche Anbieter National Express mit seiner Marke „City to City”. Auch die Bahn hat den Bus ganz neu für sich entdeckt und geht mit dem „IC Bus” verstärkt auf Kundenfang.

David gegen Goliath

„Uns hat die Bahn ziemlich bald verklagt, nachdem wir 2010 die ersten Busse fahren ließen”, erinnert sich Janisch. Damals war die Geset­zes­lage noch nicht libera­li­siert und die Bahn konnte gegen Busfern­ver­kehrs­li­nien gewis­ser­maßen ein Veto einlegen. Die drei Gründer von „DeinBus.de” umgingen dies anfangs, indem sie ihr Angebot als jeweils neu organi­sierten Gelegen­heits­ver­kehr gestal­teten – mit behörd­li­chem Segen. Dennoch klagte die Bahn. „Das war eine schwie­rige Zeit damals. Wir waren noch ganz klein – nur 300 bis 500 Fahrgäste im Monat. Und die Bahn ist teilweise mit 14 Anwälten aufge­laufen. Es war wirklich David gegen Goliath”. Am Ende bekam „DeinBus.de” aber Recht.
Heute ist der Markt voller Dynamik. „Wir sehen hier ab Freiburg durchaus noch Ausbau­po­ten­zial”, sagt Janisch. Details nennt er auch hierzu keine – nur dass es auch Ziele im Ausland sein dürften. Die Konkur­renz soll nicht zu viel erfahren.

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