Arbeits­markt hält sich

Auch im Dezember zeigte sich der Arbeits­markt in der Wirtschafts­re­gion Freiburg weiter stabil. Die Zahl der Arbeits­losen ist zum Jahres­ende nur leicht angestiegen. Zum Stichtag Ende Dezember waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg 12.557 Personen arbeitslos gemeldet und damit 124 mehr als noch im November. Die Quote blieb stabil bei 3,9 Prozent.
Für die Jahres­zeit typisch beendeten viele Arbeit­nehmer in den Außen­be­rufen vorrüber­ge­hend ihre Tätig­keit. Dass die Zahl der Erwerbs­losen nicht stärker stieg, lag am Weihnachts­ge­schäft. Vor allem Arbeit­nehmer aus den Berei­chen Handel und Logistik waren in gerin­gerer Zahl arbeitslos regis­triert. Am Ende blieb die Arbeits­lo­sen­quote zum dritten Mal in Folge unver­än­dert bei 3,9 Prozent. Erfreu­lich bleibt, wie die Freiburger Arbeits­agentur in ihrem jüngsten Monats­be­richt schreibt, die Entwick­lung bei den Jugend­li­chen. Die Arbeits­lo­sen­quote der 15 bis unter 25-jährigen ist mit 1,7 Prozent auf ein neues Rekord­tief gesunken.
Die Unsicher­heit auf den Finanz­märkten und die weltweite Konjunk­tur­ein­trü­bung haben sich auf dem Arbeits­markt in der Wirtschafts­re­gion Freiburg noch nicht bemerkbar gemacht. Im Gegen­teil: Selten wurden in einem Monat Dezember so viele offene Stellen gemeldet. „Das ist zum Jahres­ende ein sehr gutes Signal“, sagt die Vorsit­zende der Geschäfts­füh­rung der Agenturen für Arbeit Freiburg und Offen­burg, Bärbel Höltzen-Schoh. Der positive Trend könne sich auch im neuen Jahr fortsetzen, wenn auch nicht mehr in der Dynamik wie zuletzt. „Zu Beginn des Jahres wird die Arbeits­lo­sig­keit erst einmal saison­ty­pisch ansteigen. Dann wird es darauf ankommen, ob und in welchem Maße die Probleme an den Finanz­märkten auf die Realwirt­schaft übergreifen, sagt Höltzen-Schoh.

Hohe Dynamik

Im vergan­genen Monat meldeten sich bei hoher Dynamik 3.669 Personen neu arbeitslos. Ihnen standen 3.549 Abgänge gegen­über. Bis auf Langzeit­ar­beits­lose profi­tierten auf Jahres­sicht alle Zielgruppen des Arbeits­marktes von der aktuellen Entwick­lung. Mehr Einstel­lungen als Entlas­sungen gab es wegen des Weihnachts­ge­schäfts weiter im Handel und in der Logistik. Das machte sich vor allem in den Städten und im Bereich SGB II positiv bemerkbar. In den Außen­be­rufen, vor allem im Garten- und Landschaftsbau, aber auch im Baube­reich, im Hochbau, bei Malern und Stucka­teuren war es witte­rungs­be­dingt umgekehrt. Hiervon war der ländliche Raum und der SGB-III-Bereich stärker betroffen. Nach Rechts­kreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 4.920 Arbeits­lose (Anteil 39,2 Prozent), SGB II: 7.637 Arbeits­lose (Anteil 60,8 Prozent).

Arbeits­kräf­te­nach­frage bleibt hoch

Die Arbeits­kräf­te­nach­frage bewegt sich weiter auf hohem Niveau. Der Arbeit­geber-Service akqui­rierte im Berichts­monat 1.218 ungeför­derte offene Stellen. Das entspricht gegen­über dem Vorjah­res­monat einem Zuwachs von 93 oder 8,3 Prozent. Den größten Bedarf nach Branchen meldeten: Unter­neh­mens­nahe Dienst­leis­tungen (439 Stellen), darunter Zeitar­beit (325), Verar­bei­tendes Gewerbe (171), Gesun­d­heits- und Sozial­wesen (128), Gastge­werbe (106) und der Handel (90). Ende September lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 3.758 Aufträge zur Stellen­be­set­zung vor.

Regio­nale unter­schied­liche Entwick­lung

Während die Witte­rung vor allem den ländli­chen Raum belas­tete, profi­tierte Freiburg und das unmit­tel­bare Umland weiterhin vom laufenden Weihnachts­ge­schäft.
Nach Kreisen ergibt sich folgendes Bild: Freiburg Stadt: 5.992 Arbeits­lose (-20), 5,7 Prozent (unver­än­dert); Breisgau-Hochschwar­z­­wald: 4.180 Arbeits­lose (+34), 3,2 Prozent (unver­än­dert) und Landkreis Emmen­dingen: 2.275 Arbeits­lose (+110), 2,8 Prozent (+0,1).
Nach Geschäfts­stel­len­be­zirken: Raum Emmen­dingen: 1.811 Arbeits­lose (+94), 2,8 Prozent (+0,1), Elztal: 574 Arbeits­lose (+16), 2,6 Prozent (unver­än­dert); Markgräf­ler­land: 917 Arbeits­lose (+23), 3,6 Prozent (+0,1), Hochschwarz­wald: 696 Arbeits­lose (+5), 3,4 Prozent (+0,1); Freiburg Stadt mit Umland: 8.559 Arbeits­lose (-14), 4,5 Prozent (-0,1).

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