Im November ist die Zahl der Arbeitslosen noch einmal leicht zurückgegangen, die Quote blieb konstant. So heißt es im neuen Monatsbericht der Freiburger Arbeitsagentur. Zum Stichtag waren im Bezirk der Agentur, also in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen, zusammen 12.433 Personen arbeitslos gemeldet und damit 98 weniger als noch im Oktober. Obwohl sich zum Ende des Monats die Zahl der Arbeitslosen nur wenig veränderte, war der Arbeitsmarkt dynamisch.

Ausschlaggebend dafür waren jahreszeitliche Effekte, die regelmäßig im November auftreten. Zum einen sorgte das Saisonende in der Gastronomie für mehr Arbeitslose, auf der anderen Seite schuf das Anlaufen des Weihnachtsgeschäfts zusätzliche Beschäftigung im Handel. Am Ende blieb die Arbeitslosenquote unverändert bei 3,9 Prozent. Erfreulich ist die Entwicklung bei den Jugendlichen. Die Arbeitslosenquote der 15 bis unter 25-jährigen beträgt zum Stichtag lediglich noch 1,8 Prozent.

Geringe Jugendarbeitslosigkeit

„Der Arbeitsmarkt ist weiterhin in einer sehr guten Verfassung“, sagt die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agenturen für Arbeit Freiburg und Offenburg, Bärbel Höltzen-Schoh. Die Arbeitskräftenachfrage lasse zwar etwas nach, sei aber immer noch auf hohem Niveau und anders als noch vor drei Jahren gebe es in diesem Herbst vergleichsweise wenig Anfragen zur Kurzarbeit. Besonders erfreulich sei die Entwicklung der
Jugendarbeitslosigkeit. Ist Deutschland im internationalen Vergleich auf den vorderen Plätzen, so gehört der Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg innerhalb Deutschlands zu den Regionen mit einer besonders niedrigen Jugendarbeitslosigkeit. Ausschlaggebend dafür sind das gute Ausbildungs- und Studienangebot in der Region und die hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen, die bei der Nachwuchsrekrutierung mehr und mehr auch auf Prävention setzen. „Wir registrieren, dass immer mehr Unternehmen Schul-partnerschaften eingehen oder generell sich bei der Berufsorientierung engagieren“, sagt Höltzen-Schoh.

Hohe Dynamik

Im vergangenen Monat meldeten sich bei hoher Dynamik 4.040 Personen neu arbeitslos. Ihnen standen 4.124 Abgänge gegenüber. Bis auf Schwerbehinderte profitierten auf Jahressicht alle Zielgruppen des Arbeitsmarktes von der aktuellen Entwicklung. Während das Saisonende in der Gastronomie für einen Anstieg der Arbeitslosen im Versicherungsbereich (SGB III) sorgte, profitierten Langezeitarbeitslose in den Ballungszentren vom anlaufenden Weihnachtsgeschäft. Entsprechend sank die Zahl der Arbeitslosen im Bereich der Grundsicherung (SGB II). Nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 4.778 Arbeitslose (Anteil 38,4 Prozent), SGB II: 7.655 Arbeitslose (Anteil 61,6 Prozent).

Arbeitskräftenachfrage bleibt hoch

Die Arbeitskräftenachfrage ist leicht rückläufig, bewegt sich aber noch immer auf hohem Niveau. Der Arbeitgeber-Service akquirierte im Berichtsmonat 1.188 ungeförderte offene Stellen. Das entspricht gegenüber dem Vorjahresmonat einem Rückgang um 31 oder 2,5 Prozent. Den größten Bedarf nach Branchen meldeten: Unternehmensnahe Dienstleistungen (452 Stellen), darunter Zeitarbeit (326), Verarbeitendes Gewerbe (179), Gesundheits- und Sozialwesen (106), Gastgewerbe (105) und der Handel (100). Ende November lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 3.744 Aufträge zur Stellenbesetzung vor.

Regional unterschiedliche Entwicklung

Während das Saisonende in der Gastronomie vor allem den Hochschwarzwald, aber auch das Markgräflerland und das Elztal belastete, profitierte der westliche Teil des Agenturbezirks weiterhin von der guten Konjunktur und die Ballungszentren vom anlaufenden Weihnachtsgeschäft.

Nach Kreisen ergibt sich folgendes Bild: Freiburg Stadt: 6.012 Arbeitslose (-112), 5,7 Prozent (-0,1); Breisgau-Hochschwarzwald: 4.146 Arbeitslose (+63), 3,2 Prozent (unverändert) und Landkreis Emmendingen: 2.275 Arbeitslose (-217), 2,7 Prozent (unverändert).

Nach Geschäftsstellenbezirken: Raum Emmendingen: 1.717 Arbeitslose (-48), 2,7 Prozent (-0,1), Elztal: 558 Arbeitslose (-1), 2,6 Prozent (unverändert); Markgräflerland: 894 Arbeitslose (-14), 3,5 Prozent (-0,1), Hochschwarzwald: 691 Arbeitslose (+52), 3,3 Prozent (+0,2); Freiburg Stadt mit Umland: 8.573 Arbeitslose (-87), 4,6 Prozent (unverändert).

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