Arbeits­lo­sig­keit leicht gestiegen

Auf Ende Juli, zum Beginn der Sommer­fe­rien, ist die Zahl der Arbeits­losen in der Wirtschafts­re­gion Freiburg leicht angestiegen. Zum Stichtag waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg 13.300 Personen arbeitslos gemeldet und damit 173 mehr als im Juni. Die Arbeits­lo­sen­quote erhöht sich um 0,1 Punkte auf 4,2 Prozent. Für den Anstieg ist vor allem das Ausbil­dungs­ende an den Schulen und in den Betrieben verant­wort­lich.
Bei den Jugend­li­chen stieg die Zahl der Arbeits­losen um 216 oder 27,9 Prozent. Bei den über 25-Jährigen – selbst bei den Älteren über 55 Jahre – nahm die Arbeits­lo­sig­keit dagegen weiter ab. Der im Vergleich zu den Vorjahren nur moderate Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit belegt die robuste Verfas­sung des Arbeits­marktes. Für die Zeit nach den Sommer­fe­rien erwartet die Agentur für Arbeit Freiburg wieder sinkende Arbeits­lo­sen­zahlen.
„Ein Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit im Juli ist normal und war von uns auch erwartet worden. Viele Jugend­liche beenden im Frühsommer ihre schuli­sche oder betrieb­liche Ausbil­dung. Da nicht alle von den ausbil­denden Betrieben übernommen werden und in den Sommer­fe­rien viele Betriebe nicht einstellen, ist eine Arbeits­lo­sig­keit von vier bis zwölf Wochen nicht unüblich. Andere Jugend­liche beginnen nach der Ausbil­dung ein Studium und melden sich jetzt arbeitslos“, sagt die Vorsit­zende der Geschäfts­füh­rung der Agenturen für Arbeit Freiburg und Offen­burg, Bärbel Höltzen-Schoh.

Hohe Ausbil­dungs­be­reit­schaft der Betriebe

Auf dem Ausbil­dungs­markt gibt es deutlich mehr Lehrstellen als Bewerber. Rein rechne­risch kommen auf 100 Bewerber 117 Ausbil­dungs­stellen. In Zahlen bedeutet das einen Anstieg der gemel­deten Ausbil­dungs­stellen um 15,7 Prozent (Vorjah­res­ver­gleich) auf 3.753. Die Zahl der Bewerber ist um 3,6 Prozent auf 3.211 gestiegen. Der Bestand an unbesetzten Ausbil­dungs­stellen wuchs um 30,8 Prozent.

Hohe Dynamik

Im vergan­genen Monat meldeten sich 3.547 Personen neu arbeitslos. Ihnen standen 3.372 Abgänge gegen­über. Bis auf Schwer­be­hin­derte regis­trieren alle Zielgruppen weniger Arbeits­lose als noch vor einem Jahr. Im aktuellen Monat waren wegen dem Ausbil­dungs­ende vor allem Jugend­liche betroffen. Ohne diesen Effekt wäre die Zahl der Arbeits­losen weiter gesunken. Weil die meisten Jugend­li­chen während ihrer Ausbil­dung Ansprüche in der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung (SGB III) erworben haben, stieg die Zahl der Arbeits­losen dort um 5,0 Prozent, während im Bereich der Grund­si­che­rung (SGB II) ihre Zahl um 0,8 Prozent abnahm. Nach Rechts­kreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 5.088 Arbeits­lose (Anteil 38,3 Prozent), SGB II: 8.212 Arbeits­lose (Anteil 61,7 Prozent).

Arbeits­kräf­te­nach­frage bleibt hoch

Die Arbeits­kräf­te­nach­frage bewegt sich weiter auf hohem Niveau. Der Arbei­t­­geber-Service akqui­rierte im Berichts­monat 1.184 ungeför­derte offene Stellen. Das entspricht gegen­über dem Vorjah­res­monat einem Zuwachs von 65 oder 5,8 Prozent. Den größten Bedarf nach Branchen meldeten: Unter­neh­mens­nahe Dienst­leis­tungen (443 Stellen), darunter Zeitar­beit (346), Verar­bei­tendes Gewerbe (166), Handel (117), Gastge­werbe (117), und das Gesun­d­heits- und Sozial­wesen (84). Ende Mai lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 3.588 Aufträge zur Stellen­be­set­zung vor.

Regional nur gering­fü­gige Unter­schiede

Im Westen des Landkreises Emmen­dingen und im Hochschwarz­wald waren weniger Menschen arbeitslos, in den übrigen Regionen des Bezirks stieg die Arbeits­lo­sig­keit leicht an. Nach Kreisen ergibt sich folgendes Bild: Freiburg Stadt: 6.406 Arbeits­lose (+109), 6,1 Prozent (+0,1); Breisgau-Hochschwar­z­­wald: 4.279 Arbeits­lose (+55), 3,3 Prozent (unver­än­dert) und Landkreis Emmen­dingen: 2.551 Arbeits­lose (+9), 3,0 Prozent (unver­än­dert).
Nach Geschäfts­stel­len­be­zirken: Raum Emmen­dingen: 1.957 Arbeits­lose (-15), 3,1 Prozent (unver­än­dert), Elztal: 603 Arbeits­lose (+24), 2,8 Prozent (+0,1); Markgräf­ler­land: 936 Arbeits­lose (+43), 3,7 Prozent (+0,2), Hochschwarz­wald: 655 Arbeits­lose (-8), 3,2 Prozent (unver­än­dert); Freiburg Stadt mit Umland: 9.149 Arbeits­lose (+129), 4,9 Prozent (+0,1).

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