Start Märkte Dachde­cker: Viel Arbeit, dennoch Preiskampf

Dachde­cker: Viel Arbeit, dennoch Preiskampf

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Die Mitglieder Freiburger Dachde­cker­innung berichten über gut bis sehr gut laufende Geschäfte. Teilweise sind die insge­samt 60 Handwerks­un­ter­nehmen nach eigenen Angaben schon bis zum Winter mit Aufträgen ausge­lastet. Entspre­chend positiv war die Grund­stim­mung bei der Versamm­lung des freiwil­ligen Zusam­men­schlusses von Betriebs­in­ha­bern, die im Hotel „Schiff“ in Freiburg-St. Georgen tagte.
Verant­wort­lich für die starke Nachfrage sei die nach der Finanz­krise zumin­dest in Deutsch­land wieder sehr dynami­sche Konjunktur – wobei der Auftrags­ein­gang aber schon wieder etwas schwä­cher ausfalle als noch 2010.
Kurio­ser­weise klagten trotz der vielen Kunden­an­fragen zahlreiche Innungs­be­triebe über einen heftigen Preis­kampf zwischen den Anbie­tern. Es seien vor allem Betriebe aus Mittel­deutsch­land, zumeist aus dem indus­tri­ellen Sektor, die zu äußerst niedrigen Preisen ihre Dienste im Dachde­cker­ge­werbe auch hier im Freiburger Raum offerieren würden – und sie dabei auch um zuneh­mend kleinere Aufträge kämpften. Dabei seien die Kosten, insbe­son­dere die Einkaufs­preise für Bauma­te­rial wie etwa Bitumen­bahnen, zuletzt erheb­lich gestiegen.
Getrübt wird die Laune der Dachde­cker­meister auch durch einen erhöhten Kranken­stand bei ihren Mitar­bei­tern, woran auch die hohe Arbeits­be­las­tung eine Mitschuld haben könnte.
Bei der Versamm­lung wählten die Innungs­meister den Vorstand neu. Für weitere fünf Jahre im Amt bestä­tigt wurde dabei Obermeister Veit Baudler, der bereits seit 15 Jahren der Innung vorsteht und nun seine vierte Wahlpe­riode antritt. Abgelöst wurde auf der Position des stell­ver­tre­tenden Obermeis­ters indessen Bernd Grothe, der nicht mehr
kandi­dierte. Dieses Amt hat nun Uwe Gempp inne, der bisher Beisitzer war. Kassen­wart und Schrift­führer in Perso­nal­union bleibt Heinrich Rosen­dahl, Umwelt­schutz- und Presse­re­fe­rent bleibt Karl-Heinz Krawczyk, Lehrlings­wart bleibt Chris­tian Schneider. Als Beisitzer neu in den Vorstand gewählt wurden Heiko Jenne, Peter Melcher, Roland Sick sowie Jens Spengler.
Veit Baudler rief seine Meister­kol­legen dringend dazu auf, ihre Ausbil­dungs­an­stren­gungen deutlich zu verstärken. Schon jetzt seien Fachkräfte schwer zu finden. „Wenn wir nicht mehr ausbilden, kommen wir in Teufels Küche“, so Baudler. Derzeit sind bei den 60 Innungs­be­trieben 79 Azubis in der Lehre.

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