Erneut weniger Arbeitslose

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Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt in der Wirtschaftsregion Freiburg hat auch im April weiter angehalten. Zum Stichtag waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg 13.983 Personen arbeitslos gemeldet und damit 573 weniger als noch im März. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 4,4 Prozent. Ein Jahr zuvor lag die Quote bei 4,7 Prozent.

Für die anhaltend gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist laut dem Arbeitsmarktsbericht der Agentur vor allem der Frühjahrsaufschwung verantwortlich. Anfragen von Arbeitsuchenden aus Osteuropa im Vorfeld der Arbeitsmarktöffnung sind bei der Agentur für Arbeit Freiburg bislang noch nicht eingegangen. Ab ersten Mai entfällt die Arbeitserlaubnispflicht für die Länder, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn und Slowenien.

„Die Konjunktur ist stabil, saisonale Entwicklungen kommen hinzu und der Arbeitsmarkt profitiert davon, – aber nicht alle Arbeitslosen“, sagt die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agenturen für Arbeit Freiburg und Offenburg, Bärbel Höltzen-Schoh. So steige der Anteil der älteren Arbeitslose im Vergleich zum Vorjahr. Dies gelte insbesondere für die über 55-jährigen. Sie finden nach wie vor nur sehr schwer eine neue Arbeit. „Angesichts der demografischen Entwicklung sollten Unternehmen gerade auch in diese Gruppe investieren beziehungsweise Ältere im Unternehmen halten“, sagt Höltzen-Schoh. Das gelte auch für arbeitslose Menschen mit Behinderungen.

Ausbildungsmarkt

Stark angestiegen sind die gemeldeten Ausbildungsstellen. Für das laufende Ausbildungsjahr meldeten die Unternehmen bislang 3.258 Lehrstellen. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 15,1 Prozent. Ein Teil der Betriebe meldete ihre Ausbildungsstellen früher als im Vorjahr – 2010 und 2009 waren noch Krisenjahre. Die Zahl der Bewerber ist um 7,4 Prozent auf 2.895 gestiegen. Auf 100 Bewerber kommen rein rechnerisch 110 Ausbildungsstellen.

Dynamik am Arbeitsmarkt

Im vergangenen Monat meldeten sich 3.681 Personen neu arbeitslos. Ihnen standen 4.254 Abgänge gegenüber. Von der allgemeinen Frühjahrsbelebung profitierten erneut witterungsabhängige Berufe, insbesondere im Bereich Garten- und Landschaftsbau. Aber auch Gastronomie, Handel und Logistik verzeichnen per Saldo deutlich weniger Arbeitslose.

Struktur der Arbeitslosen

Bis auf die Gruppe der Älteren und Schwerbehinderten hat sich binnen Jahresfrist die Zahl der Arbeitslosen bei allen Personengruppen verringert. Dass von der allgemeinen Frühjahrsbelebung eher die kurzfristig Arbeitslosen profitieren, zeigt die Entwicklung nach Rechtskreisen. Während die Zahl der Arbeitslosen im Versicherungsbereich (SGB III) um 457 Personen sank, waren es im Bereich der Grundsicherung
(SGB II) lediglich 116 Personen. Nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 5.407 Arbeitslose (Anteil 38,7 Prozent), SGB II: 8.576 Arbeitslose (Anteil 61,3 Prozent).

Arbeitskräftenachfrage

Die Arbeitskräftenachfrage zog weiter an. Der Arbeitgeber-Service akquirierte im Berichtsmonat 1.409 ungeförderte offene Stellen. Das entspricht gegenüber dem Vorjahresmonat einem Zuwachs von 210 oder 17,5 Prozent. Den größten Bedarf nach Branchen meldeten: Unternehmensnahe Dienstleistungen (555 Stellen), darunter Zeitarbeit (417), Verarbeitendes Gewerbe (141), Gesundheits- und Sozialwesen
(141), Gastgewerbe (126), Handel (97). Nach Berufen ergibt sich folgendes Bild (über 30 Stellen): Ingenieure und Techniker (81), Bürofachkräfte (68), Einzelhandelskaufleute/ Verkäufer (67), Kellner/Gästebetreuer (63), Elektroinstallateure (53), Köche (51), Kraftfahrzeugführer (42), Lagerverwalter (41), Erzieherinnen(39), Altenpfleger (36), Hauswirtschaftskräfte (33), Datenverarbeitungskaufleute(31). Ende April 2011 lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 3.390 Aufträge zur Stellenbesetzung vor.

Entwicklung nach Regionen

Die allgemeine Frühjahrsbelebung sorgte in allen Regionen des Agenturbezirks für Entlastung. Nach Kreisen ergibt sich folgendes Bild: Freiburg Stadt: 6.526 Arbeitslose (-97), 6,3 Prozent (-0,1); Breisgau-Hochschwarzwald: 4.706 Arbeitslose (-174), 3,7 Prozent (-0,1) und Landkreis Emmendingen: 2.751 Arbeitslose (-302), 3,2 Prozent (-0,4).

Nach Geschäftsstellenbezirken: Raum Emmendingen: 2.070 Arbeitslose (-254), 3,2 Prozent (-0,4), Elztal: 681 Arbeitslose (-48), 3,2 Prozent (-0,2); Markgräflerland: 967 Arbeitslose (-30), 3,9 Prozent (-0,1), Hochschwarzwald: 755 Arbeitslose (-27), 3,6 Prozent (-0,2); Freiburg Stadt mit Umland: 9.510 Arbeitslose (-214), 5,1 Prozent (-0,1).

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