Gehälter von Führungs­kräften in Kliniken stagnieren auf hohem Niveau

Die Gehälter in deutschen Kranken­häu­sern treten auf der Stelle. Das will die Manage­ment­be­ra­tung Kienbaum festge­stellt haben. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich demnach die Saläre sowohl der nicht­ärzt­li­chen Führungs­kräfte als auch der Ärzte kaum verän­dert. Oberärzte und Fachärzte erhalten genau wie im Vorjahr Jahres­ge­samt­be­züge in Höhe von 113.000 Euro bezie­hungs­weise 82.000 Euro. Chefärze kommen nun auf mittlere Jahres­brut­to­ein­kommen von 257.000 Euro. Das größte Kranken­haus in der Region ist die Freiburger Uniklinik mit mehr als 10.000 Beschäf­tigten. Das öffent­lich betrie­bene Haus hat sich vergan­genes Jahr nach längeren Querelen sowohl von seinem leitenden ärztli­chen Direktor Wolfgang Holzg­reve als auch vom kaufmän­ni­scher Chef der Klinik Frank Wertheimer getrennt. Seither gibt es ein kommis­sa­ri­sches Führungsduo.
Die neuen Aussagen zu Klinik­ge­häl­tern von Kienbaum basieren auf der Vergü­tungs­studie „Führungs- und Fachkräfte in Kranken­häu­sern” der Manage­ment­be­ra­tung, an der 221 Kranken­häuser mit Positi­ons­daten zu 2.234 Mitar­bei­tern teilge­nommen haben. Chefärzte müssen laut der Stuide leichte Gehalts­rück­gange von durch­schnitt­lich 9.000 Euro im Jahr hinnehmen, sodass ihr Jahres­ge­halt nun bei durch­schnitt­lich 257.000 Euro liegt. Das Geschäfts­füh­rer­ge­halt im Gesund­heits­wesen ist im Schnitt um 6.000 Euro im Vergleich zu 2009 gestiegen und beträgt nun jährlich 152.000 Euro. „Die verän­derte Vertrags­lage bei den Chefärzten beein­flusst die Vergü­tung merkbar. Statt des früher herrschenden Liqui­da­ti­ons­rechts haben die Kliniken nun eine Bonus­zah­lung verein­bart, die auf quanti­ta­tiven Kennzahlen wie beispiels­weise dem Betriebs­er­gebnis beruht”, sagt Kienbaum-Vergü­­tungs­­ex­­perte Chris­tian Näser. Bei den nicht­ärzt­li­chen Führungs­kräften betragen die Gehalts­stei­ge­rungen im Schnitt 2,5 Prozent und liegen damit auf Vorjah­res­höhe.

Berufs­er­fah­rung wird honoriert

Ein Chefarzt im Alter von 35 bis 40 Jahren verdient durch­schnitt­lich 169.000 Euro im Jahr, während ein Chefarzt in gleicher Position zwischen 55 und 60 Jahren durch­schnitt­lich 260.000 Euro Gesamt­be­züge erhält. Ähnlich verhält es sich auf der Geschäfts­füh­re­r­ebene: Dort steigt das Gehalt von 130.000 Euro für 30- bis 35-jährige Geschäfts­führer und auf 160.000 Euro für 55- bis 60-jährige. „Die Berufs­er­fah­rung wirkt sich merklich auf die Entwick­lung der Jahres­ge­hälter aus”, sagt Näser. Zugleich steigen jedoch die Bezüge gerade in den ersten Berufs­jahren mit 4,2 Prozent im Jahr bis zu einem Alter von 35 Jahren beson­ders stark an, während sich die Zuwachs­raten im Laufe des weiteren Berufs­le­bens verrin­gern.

Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit beein­flusst betrieb­liche Alters­ver­sor­gung

Der Anteil der Chefärzte und Geschäfts­führer, der eine betrieb­liche Altersver­sorgung erhält, ist bei den erstge­nannten um einen Prozent­punkt auf 85 Prozent und bei letzteren um zwei Prozent­punkte auf 87 Prozent gesunken, während der Anteil bei Führungs­kräften der ersten und zweiten Ebene jeweils um zwei Prozent­punkte gestiegen ist und nun bei 86 bezie­hungs­weise 88 Prozent liegt.
Die Wahrschein­lich­keit, eine betrieb­liche Alters­ver­sor­gung zu erhalten, steigt mit der Beschäf­ti­gungs­dauer: Geschäfts­führer, die bis zu fünf Jahre in einem Kranken­haus tätig sind, erhalten in 58 Prozent der Fälle eine betrieb­liche Alters­ver­sor­gung, während sämtliche Geschäfts­führer mit 15 bis 20 Jahren Zugehö­rig­keit die Vorzüge dieser Alters­ver­sor­gung genießen können.

Chefärzte erhalten nur selten Dienst­wagen

Nur fünf Prozent der Chefärzte verfügen über einen Dienst­wagen, der auch privat genutzt werden darf, während 70 Prozent der Geschäfts­führer und 45 Prozent der Verwal­tungs­di­rek­toren diese Zusatz­leis­tung erhalten. „Doch auch sie schneiden im Vergleich zu anderen Branchen schlecht ab, denn gewöhn­lich erhalten nahezu alle Geschäfts­führer und Vorstands­mit­glieder einen Dienst­wagen”, sagt Näser.

Kranken­hä­suer in der Region

Laut dem Internet-Portal www.krankenhaus.net gibt es im Postleit­zah­len­be­reich 79, in den auch die Wirtschafts­re­gion Freuburg fällt, die folgenden Kranken­häuser.

  1. St. Elisa­­beth-Kranken­haus, Dreisamstr. 15–17, 79098 Freiburg
  2. Loretto-Kranken­haus, Mercystr. 6–14, 79100 Freiburg
  3. Privat­klinik Loret­t­oberg GmbH, Mercystr. 14, 79100 Freiburg
  4. Thure-von-Uexküll-Klinik, Mercystr. 22, 79100 Freiburg
  5. St. Josefs­kran­ken­haus, Sautierstr. 1, 79104 Freiburg
  6. Uniklinik, Hugstetter Str. 49, 79106 Freiburg
  7. Klinik Für Inter­nis­ti­sche Onkologie, Breisa­cher Str. 117, 79106 Freiburg
  8. Evange­li­sches Diako­nie­kran­ken­haus, Wirthstr. 11, 79110 Freiburg
  9. Klinik 2000, Wirthstr. 11 a, 79110 Freiburg
  10. Bruder-Klaus-Kranken­haus, Heiterer Weg 10, 79183 Waldkirch
  11. Herzzen­trum Bad Krozingen, Südring 15, 79189 Bad Krozingen
  12. Klinik Dr. Becker, Staufener Str. 18, 79189 Bad Krozingen
  13. Schlaf­labor Breisgau, Fachklinik für Schlaf­me­dizin, Im Rheintal 5, 79189 Bad Krozingen
  14. Werner-Schwidder-Klinik, Herbert-Hellmann-Allee 38, 79189 Bad Krozingen
  15. Gelenk-Klinik Dr. Peter Baum, Alte Bundesstr. 29, 79194 Gundel­fingen
  16. Helios-Rosmann-Klinik, Zeppe­linstr. 37, 79206 Breisach
  17. Neuro­lo­gi­sche Klinik, Am Tannwald 1, 79215 Elzach
  18. Ameos-Kranken­haus Dr. Lay, Bisch­off­ingen, Brunn­gasse 1, 79235 Vogts­burg
  19. Kosme­­dics-Priva­t­­klinik für ästhe­ti­sche Chirurgie und Laser­me­dizin, Attental, Gut Albrech­tenhof, 79252 Stegen
  20. Fried­­rich-Husemann-Klinik, Fried­­rich-Husemann-Weg 8, 79256 Buchen­bach
  21. Kreis­kran­ken­haus Emmen­dingen und Herbolz­heim, Gartenstr. 44, 79312 Emmen­dingen
  22. Zentrum für Psych­ia­trie Emmen­dingen, Neubronnstr. 25, 79312 Emmen­dingen
  23. Helios-Klinik, Heliosweg, 79379 Müllheim
  24. Mediclin-Seidel-Klinik (Rheuma- und Rehabi­li­ta­ti­ons­klinik), Hebelweg 4, 79415 Bad Bellingen
  25. Kreis­kran­ken­haus, Spitalstr. 25, 79539 Lörrach
  26. St. Elisa­­be­­then-Kranken­haus, Feldbergstr. 15, 79539 Lörrach
  27. Frauen­klinik Rhein­felden, Therese-Herzog-Weg 2, 79618 Rhein­felden
  28. Kreis­kran­ken­haus Rhein­felden, Am Vogel­sang 4, 79618 Rhein­felden
  29. Kreis­kran­ken­haus Schopf­heim, Schwarz­waldstr. 40, 79650 Schopf­heim
  30. Wiesen­tal­klinik, Schopf­heimer Str. 55, 79669 Zell
  31. Spital Schönau im Schwarz­wald, Fried­richstr. 48, 79677 Schönau
  32. Psych­ia­tri­sche Tages­klinik, Nagaistr. 3, 79702 Bad Säckingen
  33. Hochrhein­klinik, Bergseestr. 57, 79713 Bad Säckingen
  34. Kranken­haus Bad Säckingen, Meisen­hartweg 14, 79713 Bad Säckingen
  35. Penta-Klinikum Prof. Dr. Erich Burrer, Schne­cken­halde 13, 79713 Bad Säckingen
  36. Kranken­haus-Spital­­fond Waldshut-Tiengen, Kaiserstr. 95–97, 79761 Waldshut-Tiengen
  37. Hans-Carossa-Klinik, Hauptstr. 19, 79780 Stühlingen
  38. Helios-Klinik, Jostalstr. 12, 79822 Titisee-Neustadt
  39. Klinik Haus Vogt GmbH, Dennen­bergstr. 5, 79822 Titisee-Neustadt
  40. Lungen­fach­klinik St. Blasien, Muchen­län­derstr. 4, 79837 St. Blasien
  41. Privat­klinik in der Zarten, Erlen­bru­cker Str. 14, 79856 Hinter­zarten

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