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Arbeits­markt im Dezember trotz kalter Witte­rung stabil

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Der kalten Witte­rung zum Trotz ist der Arbeits­markt auch zum Jahres­ende 2010 stabil geblieben. Zum Stichtag waren in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Emmen­dingen und Breisgau-Hochschwarz­wald 13.853 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 32 Arbeits­lose mehr als im November. Die Arbeits­lo­sen­quote blieb unver­än­dert bei 4,3 Prozent. Während die kalte Witte­rung vor allem dem ländli­chen Raum zusetzte, wirkte sich in der Stadt Freiburg das Weihnachts­ge­schäft noch einmal positiv aus.
Als erfreu­lich betrachtet die Freiburger Arbeits­agentur beson­ders die Entwick­lung bei den Jugend­li­chen. Die Arbeits­lo­sen­quote der 15- bis unter 25-jährigen betrug zum Stichtag 2,0 Prozent und ist damit in Baden-Württem­berg weiter am niedrigsten. Der Arbeits­markt habe sich 2010 weit besser entwi­ckelt, als das Ende 2009 zu erwarten gewesen sei. „Die schnelle Erholung hat auch damit zu tun, dass die Unter­nehmen in der Krise auf Kurzar­beit statt auf Entlas­sungen gesetzt haben und beim Anziehen der Konjunktur zumeist mit der kompletten Stamm­be­leg­schaft starten konnten”, sagt die Vorsit­zende der Geschäfts­füh­rung der Agenturen für Arbeit Freiburg und Offen­burg, Bärbel Höltzen-Schoh. Dieses Jahr stehen die Arbeits­agentur und die drei Jobcenter laut eigener Aussage vor großen Aufgaben: „Bei der zu erwar­tenden guten Konjunktur in 2011 muss es gelingen, noch mehr Menschen — insbe­son­dere Arbeits­lo­sen­geld II Bezieher — in den ersten Arbeits­markt zu integrieren auch um dem drohenden Fachkräf­te­mangel zu begegnen. Und es gibt immer mehr Jugend­liche, die den Übergang in betrieb­liche oder schuli­sche Ausbil­dung nach dem Schul­ab­schluss nicht schaffen. Auch die Verein­bar­keit von Familie und Beruf wird 2011 weiter ein wichtiges Thema sein”, sagt Höltzen-Schoh.

Dynamik am Arbeitsmarkt

Im vergan­genen Monat meldeten sich 3.965 Personen neu arbeitslos. Ihnen standen 3.925 Abgänge gegen­über. Die kalte Witte­rung belas­tete den Arbeits­markt vor allem in den Außen­be­rufen. Dagegen profi­tierte der Einzel­handel noch einmal kräftig vom Weihnachts­ge­schäft. Per Saldo gab es 32 Arbeits­lose mehr als im November.

Struktur der Arbeitslosen

Bis auf die Gruppe der Älteren und Schwer­be­hin­derten hat sich binnen Jahres­frist die Zahl der Arbeits­losen bei allen Perso­nen­gruppen verrin­gert. Da der Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit saisonal bedingt ist, nahm ihre Zahl vor allem im Bereich der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung zu (+166). Arbeits­lose bei den Jobcen­tern (Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chende) waren von der Saison­ar­beits­lo­sig­keit geringer betroffen, profi­tierten aber vom Weihnachts­ge­schäft (-134). Nach Rechts­kreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 5.738 Arbeits­lose (Anteil 41,4 Prozent), SGB II: 8.115 Arbeits­lose (Anteil 58,6 Prozent).

Arbeits­kräf­te­nach­frage

Der Arbeit­geber-Service akqui­rierte im Berichts­monat 1.125 ungeför­derte offene Stellen. Das entspricht gegen­über dem Vorjah­res­monat einem Zuwachs von 381 oder 51,2 Prozent. Den größten Bedarf nach Branchen meldeten: Unter­neh­mens­nahe Dienst­leis­tungen (413 Stellen), darunter Zeitar­beit (306), Verar­bei­tendes Gewerbe (130), Gesund­heits- und Sozial­wesen (119), Gastge­werbe (100), Handel (96). Nach Berufen ergibt sich folgendes Bild (über 30 Stellen): Ingenieure und Techniker (80), Bürofach­kräfte (70), Einzelhandelskaufleute/Verkäufer (67), Kellner/Gästebetreuer (46), Lager­ar­beiter (42), Köche (41), Elektro­in­stal­la­teure (36), Rechnungs­kauf­leute (36), Kraft­fahr­zeug­führer (35), Alten­pfleger (34), Kranken­pfle­ge­be­rufe (31). Ende September lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 2.750 Aufträge zur Stellen­beset-zung vor.

Entwick­lung nach Regionen

Die kalte Witte­rung ließ die Arbeits­lo­sen­quoten im ländli­chen Raum durchweg ansteigen. In der Stadt Freiburg dagegen sank die Quote wegen des Weihnachts­ge­schäfts. Im einzelnen: Raum Emmen­dingen: 2.082 Arbeits­lose (+54), 3,3 Prozent (+0,1), Elztal: 680 Arbeits­lose (+9), 3,2 Prozent (+0,1); Markgräf­ler­land: 1.018 Arbeits­lose (+66), 4,1 Prozent (+0,3), Hochschwarz­wald: 858 Arbeits­lose (+22), 4,1 Prozent (+0,1); Freiburg Stadt mit Umland: 9.215 Arbeits­lose (-119), 4,9 Prozent (-0,1).
Nach Kreisen ergibt sich folgendes Bild: Freiburg Stadt: 6.281 Arbeits­lose (-50), 6,0 Prozent (-0,1); Breisgau-Hochschwarz­wald: 4.810 Arbeits­lose (+19), 3,7 Prozent (unver­än­dert) und Landkreis Emmen­dingen: 2.762 Arbeits­lose (+63), 3,2 Prozent (unver­än­dert).

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