Start Märkte Ein „Riesen­ding“ für Zähringen

Ein „Riesen­ding“ für Zähringen

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Im Sommer soll an der Kreuzung Tulla­straße / Zähringer Straße / Lamey­straße der Bau des „Zähringer Turms” beginnen. Dahinter verbirgt sich ein Immobi­li­en­vor­haben des Projekt­ent­wick­lers Guido Boehlkau. Es umfasst zwei mehrge­schos­sige Gebäu­de­riegel – einer westlich und einer östlich der Zähringer Straße. Kosten­punkt: zusammen 40 Millionen Euro. Einbe­zogen ist dabei auch das bisher brach liegende Esso-Tankstellen-Areal. Die Stadt passt zudem die Bebau­ungs­pläne in dem Bereich an – mit Folgen für die Feuer­wehr und den Sport­verein Alemannia.
Oberbür­ger­meister Dieter Salomon spricht von einem „Riesen­ding”, das dort am Knoten­punkt Tulla­straße / Zähringer Straße entstehe. Finanz­bür­ger­meister Otto Neideck sieht eine „Win-Win-Win-Situa­tion”, bei der sowohl der private Investor als auch der Sport­verein Alemannia Zähringen als auch die freiwil­ligen Feuer­wehren Zähringen und Herdern profi­tieren würden. Und der städti­sche Baure­fe­rent Norbert Schröder-Klings sagt, durch das Projekt „Zähringer Turm” und die vorge­se­henen Bebau­ungs­plan­än­de­rungen werde Zähringen in den kommenden Jahren zusammen mit Mooswald zu jenen Freiburger Stadt­teilen mit der größten Dynamik in Sachen Stadtentwicklung.
Die Begeis­te­rung seitens der Verwal­tung hat der Freiburger Projekt­ent­wickler Guido Boehlkau (46) mitver­ur­sacht. Der Spross der Freiburger Unter­neh­mer­fa­milie, die das Fachge­schäft „Die Küche” an der Wallstraße betreibt, hat schon vor zwei Jahren das Esso-Tankstellen-Areal an der Zähringer Straße vom Exxon-Mobil-Konzern erworben. Doch im Gespräch mit der Stadt­ver­wal­tung habe sich dann gezeigt, dass seitens der Stadt der Wunsch nach einer umfas­sen­deren Lösung für die Neuge­stal­tung des Gebiets bestehe, so Boehlkau. Und seit etwa einem Jahr sei dann endlich richtig Schwung in die Sache gekommen. Am 14. Dezember soll der Gemein­derat die notwen­digen Bebau­ungs­plan­än­de­rungen geneh­migen. Im Einzelnen ist folgendes vorgesehen:

West-Bau

Westlich der Zähringer Straße sollen im Sommer 2011 die Bauar­beiten beginnen. Boehlkau errichtet dort ein L‑förmiges, größten­teils sechs­ge­schos­siges Gebäude mit einem sieben­ge­schos­sigen „Turm” am Schnitt­punkt der Gebäu­de­flügel. Darin entstehen 180 Apart­ments für Studie­rende – mit Concierge-Service und weiteren ergän­zenden Dienst­leis­tungen. „Das kann bis zur Eröff­nung eines Bankkontos gehen”, so Boehlkau. Die Miete soll bei 400 Euro pro Monat liegen – warm und inklu­sive Dienst­leis­tungs­paket. Otto Neideck spreche scherz­haft von „betreutem Wohnen für Studenten”, kommen­tierte Dieter Salomon. Boehlkau hat nach eigenen Angaben einen Betreiber für das Wohnheim an der Hand. Dessen Namen wollte er aber nicht nennen. Eröff­nung soll zum Sommer­se­mester 2012 sein.

Ost-Bau

Der Gebäu­de­riegel auf der Ostseite der Zähringer Straße wird der größere der beiden Teile des „Zähringer-Turm”-Komplexes sein. Aller­dings sind dort die Detail­pla­nungen noch nicht ganz abgeschlossen. Baube­ginn soll voraus­sicht­lich Anfang 2012 sein. Dann wird auch das Esso-Areal überbaut. Als Mieter in dem U‑förmigen Gebäude vorge­sehen sind bisher ein Alnatura-Biosu­per­markt, ein Pflege­heim mit 90 Pflege­plätzen sowie ein Gastro­no­mie­be­trieb. Dieser soll auch auf dem nach Osten zum Zähringer Bürger­haus hin gelegenen Hof bewirten. Es wird einen Durch­gang zwischen Bürger­haus und der Bus- und Straßen­bahn­hal­te­stelle Tulla­straße an der Zähringer Straße geben. An der Abzwei­gung Lamey­straße soll ein elfge­schos­siger Turm in den Himmel ragen. Fertig­stel­lung: 2013.

Alemannia-Sport­ge­lände

Die Stadt will mittel­fristig alle Sport­an­lagen des TSV Alemannia Zähringen nördlich der Hinter­kirch­straße konzen­trieren. Dort sollen zunächst zwei beleuch­tete Kunst­rasen-Fußball­felder entstehen, eins im vollen Format und eins als Klein­spiel­feld. Später soll ein weiteres Großra­sen­spiel­feld hinzu­kommen. Dann sollen auch die Alemannia-Tennis­plätze verlegt werden – dorthin, wo jetzt noch die Gärtnerei ansässig ist. Dazu müsste dieses Gelände aller­dings erst frei werden. Danach kann der südlich der Hinter­kirch­straße gelegene Grund für Wohnungen genutzt werden – und so das Ganze finanzieren.

Freiwil­lige Feuerwehr

Die Freiwil­ligen Feuer­wehren Zähringen und Herdern mit zusammen 30 Aktiven sollen südlich der Abzwei­gung Lamey­straße auf der Ostseite der Zähringer Straße ein gemein­sames Geräte­haus erhalten. Bisher hatte die Stadt erwogen, es auf dem Güter­bahnhof-Gelände anzusiedeln.

Verkehr

Der Verlauf der Lamey­straße wird leicht verän­dert, um das Eckgrund­stück für das Projekt „Zähringer Turm” zu vergrö­ßern. Auf der Zähringer Straße wird stadt­ein­wärts eine Links­ab­bie­ger­spur in die Lamey­straße einge­richtet. Die Park-and-Ride- und die Bürger­haus-Stell­plätze werden aufs Alemannia-Gelände verlegt.

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