Das Lolex-Messer aus Schwedenstahl

0
218
Die ungewöhnliche Form des Lolex-Messers sticht ins Auge. | Foto: Lolex
Die ungewöhnliche Form des Lolex-Messers sticht ins Auge. | Foto: Lolex

Die Freiburger Industrieschleiferei Cutec ist ins Küchenmessergeschäft eingestiegen. Und wie! Unter dem Markennamen Lolex produziert Inhaber Gerhard Hinger nun wahre Luxusschneidwerkzeuge.

Satte 833 Euro für ein Küchenmesser – bei diesem Preis muss das gute Stück mit dem Markennamen Lolex schon etwas Besonderes zu bieten haben. Und das habe es auch, sagt zumindest Gerhard Hinger, der mit seiner Firma Cutec im Freiburger Gewerbegebiet Haid das Messer in den vergangen zwei Jahren ersonnen, bis zur Produktionsreife entwickelt und nun in die Vermarktung genommen hat. Außergewöhnlich ist am Lolex-Küchenmesser so einiges – das Material, die Form, der Schliff, die Verpackung und der unternehmerische Hintergrund.

Luxusschneidewerkzeug als zweites Standbein

Eigentlich ist die Firma Cutec in der Gündlinger Straße 14, die acht Vollzeitmitarbeitern und dazu eine Hand voll Aushilfen beschäftigt, ein klassischer B2B-Betrieb, macht also traditionellerweise Geschäfte mit anderen Unternehmen, nicht mit Endverbrauchern. Ursprünglich 1949 als Werkzeugschleiferei Schüler gegründet, wurden und werden dort im Auftrag unter anderem Sägeblätter, Fräsköpfe, Industriemesser aller Art wieder scharf gemacht. Im Jahr 2009 übernahm der aus Horb am Neckar stammende Maschinenbautechniker Gerhard Hinger den Betrieb und gab ihm seinen heutigen Namen.

„Dann wollten wir neben unseren Dienstleitungen ein zweites Standbein in Form eines eigenen Produkts in Warenform aufbauen“, erinnert sich der 50-Jährige. Zusammen mit seiner Frau Carmen Hinger, Psychologin und Werbekauffrau, und dem Mitarbeiterteam kam man auf die Idee mit den Messern. „Wir hatten für einen Kunden einen schwedischen Spezialstahl gefunden, mit dem die Messer in seinen Maschinen wesentlich länger störungsfrei liefen“, so der Unternehmer. Gemeinsam mit einem erfahrenen Messerschmied konzipierten die Hingers dann aus dem gesinterten, also quasi gebackenen, Pulverstahl das Lolex-Messer. „Für die Beständigkeit der Klinge geben wir 25 Jahre Garantie“, so Gerhard Hinger.

Produkt für Profis und ambitionierte Amateure

Cutec positioniert das Lolex-Messer, das in einer edlen Holzbox verkauft wird, als funktionales Kochwerkzeug für Profiköche und ambitionierte Amateure. „Es gibt durchaus einen dynamischen Markt für solche hochwertigen und hochpreisigen Messer“, sagt der Unternehmer. Im Vorjahr, noch bevor die systematische Vermarktung begonnen hat, habe man schon 80 Stück verkauft. „Wir können hier aber bis zu 500 Stück pro Jahr herstellen.“

Die Messer kommen in einer edlen Holzbox daher. | Foto: Lolex
Die Messer kommen in einer edlen Holzbox daher. | Foto: Lolex

Die eckige Form des Lolex-Messer fällt auf, ebenso der kantige Griff aus verschiedenen europäischen Hölzern. „Wir haben nach dem Prinzip, dass die Form der Funktion folgen soll, gearbeitet“, erklärt Hinger. Und eine gewisse industrielle Anmutung passe auch gut zum Firmenimage.

Mehr Infos zu den Lolex-Messern gibt es unter www.lolex-knives.com.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here