Micronas verliert bei Umsatz und Gewinn

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Mirconas bewegt sich in einem schwierigen Umfeld. | Foto: Mirconas
Mirconas bewegt sich in einem schwierigen Umfeld. | Foto: Mirconas

Der Chiphersteller Micronas mit Holding-Sitz in Zürich und operativem Hauptsitz in Freiburg hat 2013 deutliche Einbußen beim Umsatz und beim Gewinn hinnehmen müssen. Der Umsatz schrumpfte bereinigt um 6,9 Prozent auf 151,0 Millionen Schweizer Franken, der Gewinn (EBIT) um rund zwei Drittel auf 8,1 Millionen Schweizer Franken. Schuld sei vor allem die Yen-Schwäche.

Micronas konnte sich nach eigenen Angaben zwar in einem anspruchsvollen Marktumfeld gut behaupten und trotz anhaltender Yen-Schwäche und einer nach wie vor volatilen Automobilindustrie die führende Stellung im Hall-Sensor-Markt für die Automobilelektronik ausbauen. Wie die börsennotierte Micronas Semiconductor Holding AG am Donnerstag, 20. Januar, aber weiter mitteilte, ging im Geschäftsjahr 2013  der konsolidierte Netto-Umsatzerlös der Micronas-Gruppe dennoch auf 151,9 Millionen Schweizer Franken zurück – verglichen mit 168,5 Millionen Schweizer Franken im Vorjahr.

Im Geschäftsjahr 2012 waren allerdings noch letztmalig Umsätze mit Consumer-Produkten von 5,3 Millionen Schweizer Franken enthalten – eine Sparte, die Micronas aufgegeben hat. Ohne diese Consumer-Umsätze beträgt der Umsatzrückgang 6,9 Prozent. Hauptursache dafür ist die anhaltende Yen-Schwäche.

Die Bruttomarge lag dadurch im Berichtsjahr bei 32,2 Prozent des Umsatzes, verglichen mit 40,1 Prozent im Vorjahr. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 27,8 Millionen Schweizer Franken, was 18,3 Prozent des Umsatzes entspricht. Der Betriebsgewinn (EBIT) erreichte 8,1 Millionen Schweizer Franken, verglichen mit 24,2 Millionen Schweizer Franken im Geschäftsjahr 2012. Das ist ein Rückgang von 66,5 Prozent – also rund zwei Dritteln.

Uneinheitliche Auto-Konjunktur hinterlässt Spuren

„Erfreulich ist, dass Micronas die Stückzahlen mit den Hall-Sensor-Produkten um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr wiederum steigern konnte“, erklärte Heinrich W. Kreutzer, der Verwaltungsratspräsident von Micronas.

Micronas ist stark von der Konjunktur der Automobilhersteller abhängig, der mit Abstand wichtigsten Kundengruppe. Der weltweite Automobilmarkt verhielt sich im Geschäftsjahr 2013, wie bereits im vergangenen Jahr, regional unterschiedlich. In Westeuropa waren die Zulassungszahlen gegenüber dem Jahr 2012 nochmals rückläufig, in der zweiten Jahreshälfte haben sich diese allerdings gegenüber dem ersten Halbjahr wieder leicht verbessert. Die beiden großen Länder China und USA haben einmal mehr gegenüber dem Vorjahr stark zugelegt. In Japan wurden aber gegenüber dem starken Vorjahr weniger Autos verkauft. Trotz dieser Effekte konnte Micronas im Berichtsjahr den Stückzahlenabsatz mit dem Kerngeschäft, den Hall-Sensoren, weiterhin steigern. „Die Nachfrage nach Elektronik im Automobil und in der Industrie steigt weiterhin stetig an, was zu einem vermehrten Einsatz unserer Hall-Sensoren und Controller führt und somit zu weiterem Wachstum beiträgt“, sagte Matthias Bopp, der Vorstandschef von Micronas.

Insgesamt rund 900 Mitarbeiter

In den Freiburger Fertigungsanlagen betrug die Auslastung im ersten Quartal leicht unter 75 Prozent. Im weiteren Jahresverlauf hat sich diese auf 80 Prozent gesteigert. Die in Teilbereichen am Standort Freiburg im Februar eingeführte Kurzarbeit wurde Ende April 2013 wieder aufgehoben. Insgesamt beschäftigt die Unternehmensgruppe derzeit rund 900 Menschen.

Zum dritten Mal in Folge schlägt der Micronas-Verwaltungsrat der kommenden Generalversammlung vor 5 Schweizer Rappen pro Namenaktie aus der Kapitaleinlagereserve an die Micronas-Aktionäre auszuschütten. Verwaltungsrat und Management rechnen für das erste Halbjahr 2014 bei einem Yen-Euro-Wechselkurs von 140 mit einem Umsatz von etwa 78 Millionen Schweizer Franken. Die Gewinnmarge will man in etwa halten.

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