Hotel Schloss Reinach wird um 30 Zimmer erweitert

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René Gessler im Innenhof seines Hotels | Foto: Schindler

Die Familie Gessler hat das Haus in Munzingen, das einst ein großer Gutshof war, 2007 übernommen und  auf Vordermann gebracht – jetzt soll für vier Millionen Euro ein Anbau entstehen. Bekannt ist das Hotel auch für seine vielen Veranstaltungen.

Kommenden Winter sollen die Bauarbeiten beginnen, wenn mit den Genehmigungen alles klappt und auch sonst alles nach Plan läuft. Im Jahr 2015 soll dann der geplante 30-Zimmer-Anbau des Hotels Schloss Reinach eröffnet werden. Rund vier Millionen Euro will die Inhaberfamilie Gessler in das Vorhaben investieren. Hotelier René Gessler und seine Frau Beatrix haben das Haus 2007 aus einer vorhergehenden Insolvenz übernommen – und mit viel Herzblut auf Vordermann gebracht. Viele kulturelle Eigenveranstaltungen locken zusätzliche Gäste an.

Drei separate Restaurants für verschiedene Geschmäcker

„Wir haben in den vergangenen Jahren sehr viel am Gebäudebestand umgestaltet und renoviert“, berichtet René Gessler. Der 53-Jährige, der aus Heidelberg stammt,  ist selbstständiger Hotelier, seit er Mitte 20 war, und hat schon etliche Häuser geführt. „Aber hier werden wir bleiben“, versichert der Unternehmer – und man nimmt ihm ab, dass Schloss Reinach für ihn so etwas wie die berufliche Erfüllung bedeutet.
Das Haus hat 80 Zimmer mit zusammen 160 Betten. Als es René und Beatrix Gessler übernommen haben, waren gerade mal noch rund 40 Mitarbeiter dort beschäftigt. Inzwischen sind es  100. Es gibt drei Restaurants, „s’Herrehus“ mit Gourmetküche, das „Limoncello“, wo italienisch aufgetischt wird, sowie „s’Badische Wirtshus“. Dort erhalten die Gäste, wie es der Name verspricht, badische Spezialitäten. Hinzu kommt eine Bankettküche für Großveranstaltungen. Jede Küche habe ihren eigenen Küchenchef und werden unabhängig geführt, berichtet Gessler. „Deswegen gibt es bei uns auch dann keinen Engpass, wenn Hochbetrieb ist. Wenn Sie aus vier Küchen feuern können, bekommen Sie das in Griff.“

Märkte und Konzerte

Hochbetrieb kommt inzwischen öfter vor. Denn die Gesslers haben sich ins Zeug gelegt, um das Haus in Schwung zu bringen. Dazu gehört auch ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Denn außer den von Gästen arrangierten Anlässen wie zum Beispiel Hochzeitsfeiern – das Hotel ist diesbezüglich an Samstagen auf Monate hin praktisch  ausgebucht – stellen die Gesslers auch zahlreiche eigene Events auf die Beine. Dazu gehört zum Beispiel der alljährliche Tuniberger Käsemarkt, der heuer am 14. September stattfindet, sowie ein Weihnachtsmarkt. Aber auch musikalisch ist einiges geboten. So gibt es jeden ersten Donnerstag im Monat Live-Jazz mit verschiedenen Künstlern bei „Musik hautnah“. Dreimal jährlich stehen zudem große Musik-Open-Airs im gepflegten Hotelinnenhof auf dem Programm, als nächstes am 5. September die „Summer Soul Night“.

Dass er außer als Hotelbetreiber auch gleich noch als Eventmanager agiert, stört Gessler nicht. „Ich bin ja selbst Musikliebhaber – und meine Frau und ich sind hier angetreten, um mehr zu bieten als nur Übernachtungen und etwas zu essen.“ So verwirkliche man auch ein Stück weit den Slogan des Hauses: „Hotelkultur für alle Sinne“.
Das Hotel wird vielfältig genutzt: Unternehmen kommen zum Tagen oder um Seminare abzuhalten. Golffreunde, die den Platz des Golfclubs Tuniberg nutzen, gehören ebenso zu den Gästen wie Kurzurlauber und Geschäftsreisende.

Auch Bundesliga-Teams gehören zu den Gästen

Gelegentlich steigt auch mal eine Bundesliga-Fußballmannschaft dort ab – und neulich kam sogar der Bundespräsident vorbei, als er zu Besuch in Freiburg war. „Uns ist wichtig, dass diese bunte Mischung bei uns ihren Platz hat und sich jeder wohlfühlt.“

Der geplante Anbau soll die Vielfalt noch vergrößern. Mit den 30 zusätzlichen Zimmern  steigt die Bettengesamtzahl auf 220. Die Zimmer sollen in drei verschiedenen  Kategorien zu haben sein, um die unterschiedlichen Ansprüche bedienen zu können. Bislang kostet ein Doppelzimmer pro Nacht zwischen 119 und 290 Euro pro Nacht inklusive Frühstück.
Der Anbau entlang der St. Erentrudis-Straße soll dem Hotel zudem ein 25-Meter-Schwimmbecken mit Außen- und Innenbereich bescheren sowie einen zweiten Innenhof, der den Hotelgästen etwas mehr Zurückgezogenheit ermöglichen soll. Insgesamt wollen die Gesslers dafür vier Millionen Euro in die Hand nehmen. Bisher seien bereits 2,5 Millionen Euro in die Renovierung des Bestands geflossen.

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