Weniger Arbeitslose im März

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Erstmals 2013 ist die Zahl der Arbeitslosen in der Wirtschaftsregion Freiburg  im März wieder gesunken – auf 14.232, bei einer Quote von 4,3 Prozent

Zum Frühjahrsanfang Ende März waren in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen laut Arbeitsagentur 14.232 Menschen arbeitslos gemeldet – 373 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote sank damit um 0,2 Punkte auf 4,3 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Quote 4,2 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit sank um 0,2 Punkte auf 2,1 Prozent. Ausschlaggebend für diese Entwicklung sie insbesondere die allgemeine Frühjahrsbelebung.

Arbeitslosenzahl soll weiter sinken

“Der Rückgang der Arbeitslosigkeit hat saisonale Gründe. Viele Arbeitnehmer in den Außenberufen nahmen trotz der kalten Witterung ihre Arbeit wieder auf. Die Arbeitskräftenachfrage ist zwar verhaltener als vor einem Jahr, aber immer noch auf einem guten Niveau. Die Betriebe sind wegen der Euro-Schuldenkrise zurückhaltender mit Neueinstellungen und Vertragsverlängerungen. Entlassungen sind aber kein Thema. Insgesamt ist der Arbeitsmarkt weiter sehr stabil”, sagt Boris Gourdial. Der stellvertretende Leiter der Agentur für Arbeit Freiburg erwartet für die kommenden Monate weiter sinkende Arbeitslosenzahlen.

Ausbildungsmarkt

Für das laufende Berufsberatungsjahr liegen erste Zahlen zum Ausbildungsmarkt vor. Zur Halbzeitbilanz Ende März stieg die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozent. “Diese erfreuliche Entwicklung zeigt, dass die Betriebe mit Blick auf den demografischen Wandel vorausschauend in den eigenen Fachkräftenachwuchs investieren”, sagt Gourdial. Noch stärker stieg die Zahl der Bewerber. Bislang meldeten 3.045 Mädchen und Jungen ihr Interesse an der Vermittlung einer Ausbildungsstelle an. Dieser starke Zuwachs um 14,3 Prozent erklärt sich mit der Einführung der Werkrealschulen. Hauptschüler, die sich im Herbst 2012 für die zehnte Klasse entschieden haben, fehlten im vergangenen Jahr als Bewerber und drängen dafür in diesem Jahr auf den Ausbildungsmarkt. Auf 100 Bewerber kommen aktuell 111 Ausbildungsstellen.

Dynamik am Arbeitsmarkt

Im März meldeten sich 3.597 Personen neu oder erneut arbeitslos. Im gleichen Zeitraum beendeten 3.956 Menschen ihre Arbeitslosigkeit. Von der Frühjahrsbelebung profitierten nahezu alle Berufsgruppen.

Struktur der Arbeitslosen

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Arbeitslosen bei allen Zielgruppen leicht erhöht. Da vor allem saisonale Gründe die Entwicklung im März beeinflussten, profitierten vor allem die Arbeitslosen aus dem Versicherungsbereich (SGB III). In den Jobcentern dagegen stieg mit Ausnahme des Landkreis Emmendingen die Zahl der Arbeitslosen leicht an. Nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 5.892 Arbeitslose (Anteil 41,4 Prozent), SGB II: 8.340 Arbeitslose (Anteil 58,6 Prozent).

Arbeitskräftenachfrage

Der Arbeitgeber-Service er Arbeitsagentur akquirierte im Berichtsmonat 1.062 ungeförderte offene Stellen. Das entspricht gegenüber dem Vorjahresmonat einem Rückgang um 254 oder 19,3 Prozent. Den größten Bedarf nach Branchen meldeten: Unternehmensnahe Dienstleistungen (288 Stellen), darunter Zeitarbeit (229), Verarbeitendes Gewerbe (149), Gastgewerbe (107), Gesundheits- und Sozialwesen (105), Handel (97). Ende Januar lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 3.363 Aufträge zur Stellenbesetzung vor.

Entwicklung nach Regionen

Die Zahl der Arbeitslosen ist in allen Regionen des Agenturbezirks gesunken.

Nach Kreisen ergibt sich folgendes Bild: Freiburg Stadt: 6.635 Arbeitslose (-53), 6,2 Prozent (unverändert), Breisgau-Hochschwarzwald: 4.651 Arbeitslose (-123), 3,5 Prozent (-0,1) und Landkreis Emmendingen: 2.946 Arbeitslose (-197), 3,4 Prozent (-0,2).

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