Was der Fall Zypern lehrt

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Das Verhalten der Eurokraten und der deutschen Bundesregierung lässt Übles ahnen, denn am Ende blutet der Mittelstand

Manche sagen, im Falle von Zypern habe die EU-Führung auf ihrem gigantomanischen Rettungstrip endlich einmal Rückgrat bewiesen. Nicht zuletzt auch auf Betreiben der deutschen Bundesregierung seien Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem und seine Eurokratenkollegen hart geblieben und hätten die Zyprer nicht vom Haken gelassen – und sie so zu einem substanziellen Eigenbeitrag bei der Rettungsaktion für den Inselstaat gezwungen. Darüberhinaus habe man zudem auch noch den gefürchteten Bank Run verhindern können.

Wer so denkt, schaut durch eine rosarote Brille. Zum einen hat der Bank Run zweifellos schon lange vor der mehrtägigen Zwangsschließung der Banken auf Zypern stattgefunden. Wie jetzt publik wurde hatten außerdem ausländische Filialen der betroffenen Banken auch während dieser “Bankferien” geöffnet – etwa in London. Es lässt sich nur erahnen, wie viel Kapital all jene in Sicherheit gebracht haben, die entweder gut informiert waren oder die Möglichkeit hatten, ausländische Bankfilialen zu nutzen – vermutlich also vor allem  regierungsnahe und/oder besonders vermögende Zyprer und wohl mehr noch reiche Anleger aus dem Ausland.

Die eigentliche Härte trifft daher nun zum anderen vor allem jene, die selbst überhaupt nichts für die Krise der Banken und der Staatsfinanzen auf Zypern können, insbesondere den zyprischen Mittelstand – mit dem Segen der EU. Das lässt Übles ahnen. Wenn die Krise weiter schwelt – und damit ist zu rechnen – werden die Eurokraten und ihre willfährigen Unterstützer in den nationalen Regierungen keine Sekunde zögern, auch andernorts das Eigentum der Bürger zu konfiszieren, um weiter marode Banken zu retten.

Jeder ist gut beraten, sich dieses Perspektive einmal so richtig bewusst zu machen – und dann entsprechende Schritte einzuleiten.

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