Mehr Arbeitslose zu Jahresbeginn

Test!

Zum Jahresanfang ist die Arbeitslosigkeit in der Wirtschaftsregion Freiburg saisonal angestiegen. Dies teilt die Freiburger Arbeitsagentur in ihrem neuesten Monatsbericht mit. Ende Januar gab es demnach in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen 13.757 Arbeitslose, 1.199 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg von 3,9 Prozent im Dezember auf jetzt 4,3 Prozent, liegt damit aber 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Ausschlaggebend dafür waren Kündigungen zum Quartalsende, das Auslaufen befristeter Arbeitsverträge nach dem Weihnachtsgeschäft und die kalte Witterung im Berichtszeitraum.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist in dieser Größenordnung nicht überraschend, da der Januar generell sehr stark von Saisoneinflüssen betroffen ist. Vor einem Jahr war der Anstieg noch höher ausgefallen. „Der Arbeitsmarkt ist weiterhin in einer guten Verfassung. Ich gehe davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten wieder abnimmt“, sagt die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agenturen für Arbeit Freiburg und Offenburg, Bärbel Höltzen-Schoh. Erfreulich sei die Entwicklung bei den offenen Stellen. Verglichen mit dem Vorjahr gebe es erneut mehr Vermittlungsaufträge (+11,7 Prozent). Gleichzeitig würden mehr Stammpersonal und weniger Zeitarbeitnehmer gesucht. Im Januar des vergangenen Jahres betrug der Anteil der gemeldeten Stellen aus der Zeitarbeit noch 29,5 Prozent (259 Zeitarbeit/878 insgesamt). Im aktuellen Monat betrug der Anteil lediglich noch 17,8 Prozent (175/981).

Dynamik am Arbeitsmarkt

Im vergangenen Monat meldeten sich bei hoher Dynamik 4.474 Personen neu arbeitslos. Ihnen standen 3.278 Abgänge gegenüber. Während die kalte Witterung dem Arbeitsmarkt vor allem im ländlichen Raum zusetzte, sorgten das Auslaufen des Weihnachtsgeschäfts und das Quartalsende für steigende Arbeitslosigkeit in den Ballungsräumen. Betroffen waren nahezu alle Berufsgruppen, besonders die Außenberufe, Berufe im Handel, im Bereich Lager und Logistik und in Teilen der Gastronomie. Per Saldo gab es 1.199 Arbeitslose mehr als im Dezember.

Struktur der Arbeitslosen

Auf Sicht von einem Jahr hat sich die Zahl der Arbeitslosen bei allen Personengruppen verringert. Da der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat saisonal bedingt ist, nahm ihre Zahl mit 881 (+17,9 Prozent) überwiegend im Bereich der Arbeitslosenversicherung zu. In den Jobcentern lag der Anstieg bei 318 (+4,2 Prozent). Nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 5.797 Arbeitslose (Anteil 42,1 Prozent), SGB II: 7.960 Arbeitslose (Anteil 57,9 Prozent).

Arbeitskräftenachfrage

Für einen Monat Januar war die Arbeitskräftenachfrage erneut hoch. Der Arbeitgeber-Service akquirierte im Berichtsmonat 981 ungeförderte offene Stellen. Das entspricht gegenüber dem Vorjahresmonat einem Zuwachs von 103 oder 11,7 Prozent. Den größten Bedarf nach Branchen meldeten: Unternehmensnahe Dienstleistungen (310 Stellen), darunter Zeitarbeit (175), Verarbeitendes Gewerbe (121), Handel (103), Gastgewerbe (91), Gesundheits- und Sozialwesen (85). Ende September lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 3.801 Aufträge zur Stellenbesetzung vor.

Entwicklung nach Regionen

Der Januar sorgte mit seinen typischen Saisoneinflüssen in allen Regionen des Agenturbezirks für steigende Arbeitslosenzahlen:

Nach Kreisen ergibt sich folgendes Bild: Freiburg Stadt: 6.303 Arbeitslose (+311), 6,0 Prozent (+0,4); Breisgau-Hochschwarzwald: 4.664 Arbeitslose (+484), 3,6 Prozent (+0,3) und Landkreis Emmendingen: 2.790 Arbeitslose (+405), 3,3 Prozent (+0,5).

Nach Geschäftsstellenbezirken: 2.124 Arbeitslose (+307), 3,3 Prozent (+0,5), Elztal: 666 Arbeitslose (+48), 3,1 Prozent (+0,2); Markgräflerland: 1.030 Arbeitslose (+87), 4,1 Prozent (+0,4), Hochschwarzwald: 776 Arbeitslose (+69), 3,7 Prozent (+0,3); Freiburg Stadt mit Umland: 9.161 Arbeitslose (+688), 4,9 Prozent (+0,4).

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