“Luisenhöhe” verkauft

Ein leer stehendes Hotel mit 32 Zimmern umzubauen, auf Vordermann zu bringen, mit Personal auszustatten und dann mit neuem Konzept am Markt zu platzieren, das kann für einen Unternehmer zum Vollzeitjob werden. Für Toni Schlegel, der das traditionsreiche Hotel „Luisenhöhe“ in Horben erworben hat, ist dies nur ein Projekt unter vielen. Der 51-jährige Volkswirt kommt eigentlich aus der Unternehmens- und Kommunalberatung, ist aber seit gut 20 Jahren auch als Wirt im Einsatz. Die „Luisenhöhe“ ist sein fünfter Gastrobetrieb in Freiburg.

Außer der „Luisenhöhe“, die im Spätsommer als Restaurant und zum Jahresende als Hotel wieder an den Start gehen soll, betreibt Toni Schlegel auch das Greiffeneggschlössle am Freiburger Schlossberg, den Ganter-Brauereiausschank am Münsterplatz, das Deutsche Haus an der Schusterstraße in der Innenstadt sowie Webers Weinstube in der Wiehre. An weiteren Gastroimmobilien in und außerhalb Freiburgs hält er Eigentum, fungiert dort aber nicht als Betreiber. In die Details geht Schlegel hierbei nicht. „Ich bin als Quereinsteiger zur  Gastronomie gekommen und das funktioniert offensichtlich – und nicht nur bei mir – ganz gut“, sagt der gebürtige Freiburger, der in Zarten im Dreisamtal aufgewachsen ist.
Wie wurde Schlegel zum Breisgauer Gastro-Tycoon? Nach seinem Volkswirtschaftsstudium in Freiburg und München ging Schlegel in die Freiburger Partnerstadt Madison (USA) und qualifizierte sich dort zum Master of Business Administration (MBA). Anschließend folgten, so berichtet Schlegel weiter, fünf Jahre als Mitarbeiter beim Schweizer Trendforschungs- und Beratungsunternehmen Prognos. Seither ist Schlegel mit seiner Firma TFS Consulting beruflich als selbstständiger Unternehmens- und Kommunalberater sowie als Projektentwickler unterwegs – und eben als Gastronom.

„Angefangen hat das schon 1990, also noch in meiner Prognos-Zeit, als ich parallel gemeinsam mit einem Partner das Waldrestaurant ,Zähringer Burg’ in Zähringen übernommen habe“, berichtet der vierfache Vater, der nun in Au lebt.
Es folgten 1994 Webers Weinstube,  dann verschiedene Wechsel und weitere Projekte, darunter zwei Ausflüge in die Hotellerie (im Glottertal und in Staufen) – bis sich die heutige Konstellation ergab.

Schlegel setzt auf Kennzahlen und fähige Betriebsleiter

In die  „Luisenhöhe“ will Schlegel nun einen Millionenbetrag  investieren. „Mit einem soliden Konzept ist auch in der Gastronomie eine Bankfinanzierung zu kriegen“, sagt der Unternehmer, der heute nach eigenen Angaben je hälftig als Berater und Projektentwickler  einerseits sowie als Gastronom auf eigene Rechnung andererseits tätig ist. Das Traditionshaus soll zum Tagungs-, Wellness- und Hochzeitshotel auf Vier-Sterne-Niveau werden – der Vorbesitzer hatte eine Reiterunterkunft daraus machen wollen.

„Die Gastronomie wird  oft unterschätzt, obwohl sie ein wichtiger Arbeitgeber ist – und sie prägt das Wesen einer Stadt“, so Schlegel. Wer seinen Betrieb im Griff habe, könne auch in Freiburg als Gastronom gut leben. Er verlasse sich auf laufende Reports mit Kennzahlen und auf fähige Betriebsleiter und Mitarbeiter. Insgesamt habe er derzeit 45 fest Angestellte und bis zu 100 Aushilfen unter Vertrag.

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