Stuckert kauft halben “Zähringer Turm”

Das an der Ecke Tullastraße/Zähringer Straße geplante „Full-Service-Studentenwohnheim“ für rund 180 Studierende wird nun vom Gundelfinger Bauträger Stuckert gemeinsam mit dem Teninger Unternehmen Gewo gebaut. Stuckert hat das etwa 2000 Quadratmeter große Grundstück samt dem fertig entwickelten und genehmigten Immobilienkonzept, das zum Gesamtvorhaben „Zähringer Turm“ gehört (die BZ berichtete mehrfach), vom Freiburger Unternehmer Guido Boehlkau erworben.

Zum Kaufpreis wurden weder von Käufer- noch Verkäuferseite Angaben gemacht. Die Verwirklichung des Gesamtvorhabens „Zähringer Turm“, zu dem außer dem Studentenwohnheim (Westbau) auch ein Gebäudekomplex auf der gegenüberliegenden Seite der Zähringer Straße  (Ostbau) gehört, soll rund 40 Millionen Euro kosten. Der Westbau ist dabei der deutlich kleinere Teil des Projekts.

Weiterverkauf war geplant – aber an anderen Partner

Guido Boehlkau erklärte auf Anfrage der BZ, der Weiterverkauf des Grundstücks und des Konzepts sei von Anfang an geplant gewesen – allerdings habe er dieses Geschäft mit einem anderen Partner machen wollen, einem Unternehmen aus dem Bodenseeraum. Der sei aber abgesprungen, nachdem der Freiburger Gemeinderat im Juli nur die um eine Etage verkleinerte Version des Studentenwohnheims genehmigt hatte. Der Gemeinderat hatte damit nicht zuletzt auf massive Proteste von Anwohnern und von anderen Zähringer Bürgern reagiert.

Aribert Frece, Prokurist beim für seine spezielle, mediterran angehauchte Architektur bekannten regionalen Bauträger Stuckert, erklärte, man werde das Vorhaben im Großen und Ganzen so verwirklichen, wie es Boehlkau vorbereitet habe. Ein Einzelverkauf der Studentenappartements sei nicht geplant, sondern man wolle wie Boehlkau einen Betreiber für die Gesamtimmobilie als Vertragspartner gewinnen. Man verhandle dazu weiter wie Boehlkau mit der IQ International Quarters AG in München. Aber auch ein anderer Betreiber sei denkbar.

Stuckert will Grundrisse ändern

Bei den Zuschnitten der Kleinwohnungen soll es aber Änderungen geben. Frece: „Wir haben da ja unseren eigenen Stil und eigene Vorstellungen. Entsprechend werden wir die Grundrisse und eventuell auch die äußere Gestaltung anpassen.“ Das Einfamilienhaus an der Ecke ist nun abgerissen worden. Im Frühjahr sollen die Arbeiten am Neubau beginnen. Spätestens zum Wintersemester 2013 sollen die Studenten einziehen – ein Jahr später als Boehlkau anfangs geplant hatte.

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