• Newsletter abonnieren

    Wow, das geht!

Arbeitslosigkeit steigt nur leicht an

Aufatmen in der Freiburger Arbeitsagentur an der Lehener Straße: In ihrem Zuständigkeitsbereich ist die Zahl der Arbeitslosen entgegen der allgemeinen Erwartung nur leicht angestiegen. Ende Februar waren im Agenturbezirk 15963 Personen arbeitslos gemeldet und damit 170 mehr als noch im Januar. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf jetzt 5,2 Prozent – und befindet sich damit auf Vorjahresniveau.

Freiburg ist neben Karlsruhe die einzige Agentur in Baden-Württemberg, die im Vorjahresvergleich niedrigere Arbeitslosenzahlen für ihren Bezirk ausweist. Ende Februar 2009 sind in der Wirtschaftsregion Freiburg 72 Menschen weniger arbeitslos als es Ende Februar 2008 waren. Die anhaltende Wirtschaftskrise und die kalte Witterung hatten für den Monat Februar einen stärkeren Anstieg befürchten lassen.

„Unsere Aktivitäten zur Beschäftigungssicherung greifen“, kommentiert Bärbel Höltzen-Schoh die Zahlen. Die Leiterin der Agenturen Freiburg und Offenburg hat  in den vergangenen Wochen bei Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und Unternehmen kräftig für das Kurzarbeitergeld geworben, das mit Inkrafttreten des Konjunkturpakets II zahlreiche Verbesserungen erfährt. „Wir beobachten eine neue Offenheit der Unternehmen bei diesem Thema“, so Höltzen-Schoh. Im Agenturbezirk haben nunmehr 165 Betriebe Kurzarbeit angezeigt, davon betroffen sind etwa 4250 Arbeitnehmer.

Derzeit sind 860 ungeförderte offene Stellen bei der Agentur gemeldet. Das sind 238 mehr als Ende Januar. Den größten Bedarf meldeten das Gesundheits- und Sozialwesen, die unternehmensnahen Dienstleistungen, das verarbeitende Gewerbe sowie das Gastgewerbe.

Nach Kreisen stellt sich der Arbeitsmarkt folgendermaßen dar: Freiburg Stadt, 7015 Arbeitslose, Quote: 7,0 Prozent (unverändert); Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, 5570 Arbeitslose, 4,4 Prozent (unverändert); Landkreis Emmendingen, 3.378 Arbeitslose, 4,0 Prozent (plus 0,1 Punkte). BZ