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Kfz-Innung wählt Bruno Tibi zum Obermeister

Die Freiburger Kfz-Innung, die in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit Untreue-Vorwürfen gegen ihren früheren Geschäftsführer Franz Tewes in Turbulenzen geraten war, hat bei ihrer Jahreshauptversammlung am Donnerstag deutlich gemacht, dass sie künftig ruhigeres Fahrwasser anpeilt. Die Innung wählte den bisherigen stellvertretenden Obermeister Bruno Tibi für die kommenden drei Jahre an ihre Spitze.

Der 59-jährige Seat- und VW-Händler mit Autohäusern in Breisach und Freiburg erhielt bei der Wahl zum Obermeister alle 50 von 50 möglichen Stimmen. Tibis Vorgänger Joachim Kandziorra hatte bei seiner Wahl vor drei Jahren nur 55 von 96 Stimmen gewinnen können. Nachdem Kandziorra vor zwei Jahren aus Altersgründen aus dem Amt ausgeschieden war, hatte Tibi als sein Stellvertreter bereits die Hauptverantwortung für die Innung getragen.

Tibi sagte, die Kfz-Innung müsse nun vor allem nach vorn blicken. An seine Seite wählten die anwesenden Kfz-Meister als neuen stellvertretenden Obermeister den Emmendinger Autohändler Rolf Buselmeier(Autohaus Honda Emmendingen). In ihren Vorstandsämtern bestätigt wurden Erwin Ehret (Autohaus Freiburg Süd, Opel, Freiburg), Siegfried Ernst, Michael Kirner (Autohaus Kirner, Ford, Titisee-Neustadt), Jürgen Henninger, Alfred Schewe und Michael Pistecky. Neu in den Vorstand gewählt wurde Franz Wolf aus Vogtsburg-Schelingen.

Bezüglich der 186000 Euro an Schulden, die der Verein zur Förderung des Kfz-Gewerbes, quasi der gewerbliche Arbeitszweig der Innung, bei der Innung selbst hat, fassten die Kfz-Meister einen neuen Beschluss. Diese Schulden, eine Erblast aus der Tewes-Ära, soll der Verein in den kommenden Jahren aus seinen laufenden Erträgen, also vor allem aus Gebühren für Sicherheitsabnahmen in Autohäusern und Kfz-Werkstätten, Zug um Zug abstottern.

Der Beschluss wurde nötig, weil der vorhergehende Plan der Innung, das Geld einfach abzuschreiben, um dem Verein das wirtschaftliche Überleben zu erleichtern, von der Handwerkskammer Freiburg als Rechtsaufsicht der Innung abgeschmettert worden war. Man hoffe, so hieß es seitens des Innungsvorstands, dass die Altschulden in drei bis vier Jahren abgetragen seien.